Donnerstag, 26. September 2013

Gegenwehr der Stiftung

Thurgauer Zeitung (Online-Ausgabe), 26. September 2013

Gegenwehr von der Stiftung

STECKBORN. Die Heimatvereinigung will den Turmhof kaufen. Doch der gehört der Stiftung: «Die Stiftungsaufsicht vertritt die Meinung, dass ein Verkauf des Turmhofes aus stiftungsrechtlicher Sicht nicht möglich ist. Eine Liquidation der Stiftung stand nie zur Diskussion. Deshalb kommen für mich auch keine Verkaufsverhandlungen in Frage», versicherte Stiftungspräsident Alfred Muggli auf Anfrage. Zur Streichung der Beiträge verschiedener Stiftungen über insgesamt 400 000 Franken sagt Muggli: «Wir haben Kenntnis, dass der Betreiber der Homepage Alt-Steckborn der UBS-Kulturstiftung empfahl, den Förderbeitrag an die Stiftung Turmhof zurückzuziehen.» In Folge bat die UBS-Kulturstiftung Muggli um eine Stellungnahme. Wie entschieden wird, ist noch offen: «Die Geschäftsführerin hat sich für die Ausführungen bedankt, welche sie an der Sitzung vom November dem Stiftungsrat der UBS vorlegen wird.» Die Avina-und-Ernst-Göhner-Stiftung habe die Turmhof-Stiftung darüber informiert, dass sie wegen der Bauverzögerung die gesprochenen Mittel für andere Projekte verwenden möchte. «Aber nach Vorliegen der Baubewilligung darf die Turmhof-Stiftung ein erneutes Gesuch einreichen», sagt Muggli. Auch in punkto Kündigung der Museumsräume streiten sich Heimatvereinigung und Turmhof-Stiftung. Präsident Muggli dazu: «Die Kündigung erfolgte im Hinblick auf eine umfassende Renovierung des Turmhofs.» Nach der Renovation habe die Stiftung der Heimatvereinigung einen neuen Mietvertrag offeriert. «Dieses Vorgehen ist korrekt bei einer aufwendigen Innenrenovation.» Inzwischen gibt es Rechtsstreitigkeiten und mehrere Kündigungen. Neuste Wendung: Die Stiftung hat die Museumsräume erneut per 31. März 2014 gekündigt und hält damit die halbjährliche Kündigungsfrist für Geschäftsräume ein. (kü)

Kommentare:

  1. Wie jedermann kann die Stiftung ein Gesuch zur Förderung eines Kulturprojektes einreichen. Ob allerdings ein Baugesuch den Anforderungen genügt (..das Kulturprojekt ist versenkt!) wage ich zu bezweifeln. Aber die Hoffnung stibt zuletzt.

    AntwortenLöschen
  2. "......Eine Liquidation der Stiftung stand nie zur Diskussion."
    Vielleicht wäre jetzt der richtige Zeitpunkt diese Option zu wählen.

    AntwortenLöschen
  3. Wie kann ich als Gönner mein Geld ebenfalls zurückfordern?

    AntwortenLöschen
  4. "Eine Liquidation der Stiftung stand nie zur Diskussion"

    Blödsinn. Unter Diese Last können wir schultern hat Stadtammann Roger Forrer und selbst Stiftungsrat in der Stiftung Turmhof auschweifend über die Liquidation ausgeführt. Der Steckborner Stadtrat hat offensichtlich die Option Liquidation ebenfalls analysiert und ist zum Schluss gekommen, dass die Stadt die Last schultern könnte.

    Und im Jahresbericht 2011 der Stiftung Jahresbericht 2011.pdf schreibt die Stiftung Turmhof

    "Fehlt bei Behörden und privaten Opponenten jede Überzeugung, fallen die Turmhof-Liegenschaften im Zuge der Liquidation ins Eigentum der Stadt Steckborn mit einer zeitlich und nutzungsmässig offenen Zukunft."

    Und Stiftungsratspräsident Dr. Alfred Muggli behauptet, dass eine Liquidation nie zur Diskussion stand? Wie bitte? Die Liquidation scheint eher das allgegenwärtige Schreckgespenst der Stiftung zu sein.

    -

    Psst, Geheimtipp an die Stiftung Turmhof: "Erteilen Sie einer bevorstehenden Liquidation einfach eine Kündigung, dann ist das Problem vom Tisch"

    AntwortenLöschen
  5. Sogar die Thurgauer Nachrichten berichteten im Artikel "Die Stadt hat keine Angst vor einer Liquidation der Stiftung Turmhof" nur über die Liquidationspläne der Stiftung:

    http://tn.zehnder.ch/eweb/tn/2013/07/31/tn/1/16973/

    Ich würde mein Geld schnellstmöglich aus dieser Stiftung zurückholen.

    AntwortenLöschen
  6. Ist das nun der 3. oder sogar schon der 4. stümperhafte
    Kündigungsversuch ? Richtig inflationär und das absolute Gegenteil von professionell. "Dann kündigen wir halt mal ein bisschen!"
    Stehen da unser Stadtammann und der Fürer-Spezi Bradke auch dahinter?

    AntwortenLöschen
  7. Und wenn es so ist, ich habe keine Ahnung ob es stimmt, könnte man höchsten s feststellen, endlich jemand, der verantwortungsbewusst handelt. Man muss doch jedem nur raten, sein Geld zurückholen und sicher keine neuen Spenden in dieses Projekt fliessen lassen. So wie es in den letzten Jahren versandet ist, wird es weitergehen.
    Wenn nichts mehr da ist, wird man sehr schnell bereit sein, den Turmhof zu verkaufen. ( Siehe Haus zur Glocke ) Erst aber will man noch den letzten Franken herausholen.
    Ich frage mich, was treibt diese Leute an?
    Die ganzen Machenschaften stinken einfach nur zum Himmel.

    AntwortenLöschen
  8. Die Liquidation, gefolgt von der Drohung, was es die Stadt kosten könnte, war garantiert schon mehr als einmal das Thema. Je früher sie kommt, desto weniger Geld versandet. Handwerker und Gewerbler, die immer noch von Grossaufträgen durch die Stiftung träumen, haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Irgendwann ist die Stiftung einfach ein weiteres, unrühmliches Kapitel in der wechselvollen Geschichte des Turmhofs.

    AntwortenLöschen
  9. Leider erhält man von der Stiftung nie Aussagen, die einer Überprüfung standhalten. Es ist meist nur unkoordiniertes Geplapper. Bis heute ist noch nicht einmal der Jahresbericht 2012 online. Auch fehlt mir das Gesamtkonzept. Als ehem. Gönner fühle ich mich heute enttäuscht.

    AntwortenLöschen
  10. Wenn es um Geld geht, haben leider bei etlichen Menschen, Ehrlichkeit und Fairness keinen hohen Stellenwert.
    Manchmal , wenn ich so lese was alles geschrieben wird, habe ich das Gefühl,: solange man nett und höflich ist und die Form wahrt, wird man hochgeschätzt, ganz gleich welche unsauberen Dinge man treibt. Die Bösen sind dann die, die es merken und auch noch so unhöflich sind, dies nicht hintenherum, sondern lauthals anzuprangern.
    Ein total schizophrenes Verhalten.

    AntwortenLöschen
  11. Ich glaube nicht, dass es Gleichgültigkeit ist. Dagegen sprechen die Leserzahlen dieses Blog s. Bei vielen Gesprächen über dieses Thema , waren bis auf eine Frau, Alle dagegen Wohnungen in den Turmhof zu bauen. Bei einer Abstimmung, würde es sich zeigen.

    AntwortenLöschen
  12. Anonyme Abstimmungen erfordern keine Courage. Da bin ich auch überzeugt, hochkant zu gewinnen. Es fehlen aber couragierte Personen, die sich nicht scheuen auch dem Stadtammann und seiner Crew zu zeigen, was Sache ist.
    In bevorstehenden Wahlen sollte jedes Mitglied des Stadtrates eingehend befragt werden, wie es zur Stiftung Turmhof und zum Umbauprojekt steht.
    Politisch hat auch keine Partei den Mumm, Stellung zu beziehen.
    Ich frage mich manchmal, ob es die in Steckborn überhaupt noch gibt und mit welchen Themen und Positionen sie Mitglieder werben.??

    AntwortenLöschen
  13. Während wir hier immer noch um den Turmhof feilschen, wollen unsere Wachstumspolitiker und Immobilienheinis bereits die nächste Baustelle in Angriff nehmen: Das Lindenareal mit Lindenschulhaus soll flach gemacht werden. Nicht die Veränderung ist das Problem, sondern die Geschwindigkeit mit der verändert wird. Ein Marschhalt täte gut, damit wir uns auf die Zukunft besser vorbereiten könnten. Wohin wollen wir?
    Stimmt für uns die Rechnung: Mehr Wohnungen, mehr Steuereinnahmen?
    Wird Tourismus im wahrsten Sinne zum Fremdwort? Ist die Bebauung der Seeufer wie an der Goldküste des Zürichsees das Vorbild? Besucht irgend jemand das "Tourismusgebiet" Goldküste? Absolut lachhafte Vorstellung und Schreckenszenarium für unsere Gegend.

    AntwortenLöschen
  14. "Gegenwehr der Stiftung" verbreitet Angst und Schrecken im Museumsbezirk!

    AntwortenLöschen